News-Details

25.10.2018 00:02 Alter: 47 days
Von: SH

25.10.2018:

Expertensprechstunde „Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht“

„An die Arbeit - Berschäftigungsperspektiven nach Krebs" für Dessau-Roßlau und Umgebung“



Mit „Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht für Krebsbetroffene“, findet am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, um 15:00 Uhr eine „Expertensprechstunde“ im Konferenzraum der Chirurgie 2.334, am Städtischen Klinikum Dessau, Auenweg 38, in Dessau-Roßlau statt.
„Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Arbeits- und damit am gesellschaftlichen Leben“, „Benachteiligungen vermeiden und entgegenwirken“, sind Passagen aus Gesetzestexten. Aber was passiert Betroffenen im Alltag?
In einem Seminar, speziell für Krebsbetroffene, die den Weg zurück an den Arbeitsplatz planen, klären die Rechtsanwältin und Mediatorin Christel Schlegel und die Vorsitzende des KLIFS e.V., Annett Melzer (selbst im Rollstuhl), über die Mythen und Halbwahrheiten auf und zeigen, welche Verhaltensweisen sich gegenüber Arbeitgebern und Kollegen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz bewährt haben.

Vorausgegangen waren z.B. folgende Fragestellungen der Betroffenen:

  • Was und wieviel muss man dem Arbeitgeber sagen?
  • Kann ein Arbeitnehmer, solange er krankgeschrieben ist und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt, überhaupt gekündigt werden?
  • Sind schwer kranke Arbeitnehmer, auf die das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet (die zum Beispiel in einem Kleinbetrieb arbeiten) völlig schutzlos?
  • Blockiert die Anerkennung als Schwerbehinderter nicht jegliche berufliche Zukunft eines Arbeitnehmers auch zum Beispiel bei einem Arbeitgeberwechsel?
  • Endet mit dem Bezug einer Erwerbsminderungsrente automatisch das Arbeitsverhältnis?
  • Wie wird der Grad der Schwerbehinderung (GdB) ermittelt?

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte unter: 0345 – 478 8110 oder info[at]sakg.de

Expertensprechstunde „Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht“
25. Oktober 2018 (Donnerstag), 15:00 Uhr
Städtisches Klinikum Dessau
Konferenzraum der Chirurgie 2.334
Auenweg 38
06847 Dessau-Roßlau

Anmeldungen und Informationen unter 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de

Hintergrund
Eine der zentralen Fragen nach Diagnose, Therapie und abgeschlossener Rehabilitation ist für Betroffene die Frage nach der beruflichen Zukunft: „Wie geht es weiter? Kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurück? Was sag ich bloß meinem Arbeitgeber und den Kollegen, wenn ich nach meiner Erkrankung und Leistungsfähigkeit gefragt werde bzw. wann kann ich denn wiederkommen? Was kann ich tun, wenn mein Körper durch Nebenwirkungen zum Beispiel geschwächt ist? Welche Behörden sind für mich zuständig?“
Menschen, die an Krebs erkranken, erleben die Krankheit meist als einen tiefen Einschnitt in viele Bereiche ihres Lebens. Das Verhältnis in der Familie, gegenüber Freunden, Bekannten und ganz besonders zu Arbeitskollegen kann sich verändern. Nach überstandener Erkrankung erhält die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit besondere Bedeutung. Sie ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.
Ein speziell konzipiertes Beratungskonzept der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) soll die Betroffenen erreichen, die trotz ihrer Krebserkrankung den beruflichen Wiedereinstieg schaffen wollen.
Der Weg zurück an den Arbeitsplatz nach einer erfolgreichen Therapie bei onkologischen Erkrankungen ist steinig, konfliktreich und oft kompliziert. Betroffene beklagen einen diffusen Paragraphen- und Behördendschungel oder empfinden scheinbare Ungerechtigkeiten bei der Unterstützung durch Sozialversicherungsträger und in Unternehmen. Dadurch wird ihre Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt.
Das Beratungsangebot „An die Arbeit – Beschäftigungsperspektiven nach Krebs“ ist darauf abgestimmt, Menschen in dieser Lebenssituation zu unterstützen. Vor der Rückkehr ins Berufsleben, nach einer Krebserkrankung, gibt es vieles zu überlegen und abzuwägen. Zunächst wird auf die Erfahrungen, Kompetenzen und Fähigkeiten der Betroffenen geschaut, aber auch auf Einschränkungen, um sie dann mit Ihren aktuellen Wünschen und Plänen zu verknüpfen.
Dazu wurden Seminare, Gruppen- und Einzelberatungen entwickelt: Zu Orientierung und Aufklärung bei allgemeinen Hilfeleistungen, zu Informationen bei Nebenwirkungen der Therapien, Hinweise und Umgangsmöglichkeiten zum Erschöpfungssyndrom Fatigue, Stressbewältigung, zur Mobilisierung von persönlichen Ressourcen, Orientierung und Aufklärung bei sozialrechtlichen Fragen, Expertensprechstunden zu Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht und Tipps zur beruflichen Gesprächsführung und ein Jobcoaching.
Dabei lernen die Teilnehmer sich der veränderten Lebenssituation anzupassen, erhalten erweiterte Informationen für ein Leben mit der Krebserkrankung und entwickeln Problemlösungsstrategien.
Das Konzept lebt von den Erfahrungen der Krebsbetroffenen im täglichen Erleben und kann sich nur so an der Realität orientieren.
„Es ist einfach wichtig, die Betroffenen nach Diagnose und zahlreichen belastenden Therapien, möglichst aus einer Hand zu informieren und zu begleiten. Wir wollen ihnen zur Seite stehen“, so die Krebsgesellschaft.

Das Projekt wird unterstützt durch die Rentenversicherung Mitteldeutschland und der GlücksSpirale.

Es richtet sich an Krebsbetroffene aus Dessau-Roßlau und Umgebung, die den beruflichen Wiedereinstieg planen.
Für Beratungen und Erstgespräche können sich Krebsbetroffene bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale) unter 0345 4788110 oder info[at]sakg.de anmelden. Persönliche Beratungen werden individuell organisiert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Flyer zum Download...

Informationen zu weiteren Seminaren ...