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05.09.2018 00:03 Alter: 74 days
Von: SH

05.09.2018:

Expertensprechstunde „Nebenwirkungen und berufliche Rückkehr nach Krebs“

„An die Arbeit - Berschäftigungsperspektiven nach Krebs" für Wittenberg und Umgebung“


 

Am Mittwoch, den 5. September 2018, 15:00 Uhr, findet eine Expertensprechstunde im Rahmen des Beratungsangebotes „An die Arbeit – berufliche Beschäftigungsperspektiven nach Krebs“, der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) im AWO Kreisverband Wittenberg statt.
Krebsbetroffene, Angehörige und Interessierte können sich im Seminarraum, in der Marstallstraße 13, in 06886 Lutherstadt Wittenberg, über das Konzept, die Inhalte und Ziele eines speziellen Beratungsangebotes für Berufsrückkehrer nach Krebs informieren. Gleichzeitig gibt Dr. Cornelia Winkelmann, Leitende Oberärztin, Internistin, Onkologin und Hämatologin vom Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift einen Überblick über Nebenwirkungen, die den beruflichen Wiedereinstieg nach Therapie und Reha begleiten können.
Der berufliche Wiedereinstieg nach Krebs wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst; Krankheitsbewältigung, soziales Umfeld und das Versorgungssystem. Das Wissen um die individuellen  und meist komplexen Zusammenhänge trägt entscheidend dazu bei, wie der berufliche Wiedereinstieg bewerkstelligt werden kann. Sortiertes Wissen und gemeinsam entwickelte Lösungsstrategien helfen eine schwierige Lebenssituation zu bewältigen.
„Eine erfolgreiche Rückkehr in das Berufsleben wird von zahlreichen individuellen Faktoren beeinflusst, die während des Krankheitserlebens und der Genesung auftreten und eine fördernde oder hemmende Wirkung entfalten. Zwischen dem Versorgungssystem und der individuellen Fähigkeit, Lebenskrisen zu meistern, zeigen sich starke Wechselwirkungen. Wir wollen Betroffene in dieser Situation stärken“, so die Krebsgesellschaft.

Anmeldungen für die Veranstaltung sind ab sofort unter 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de möglich, zu Beratungen und Informationen grundsätzlich jeder Zeit.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Expertensprechstunde „Nebenwirkungen und berufliche Rückkehr nach Krebs“
5. September 2018 (Mittwoch), 15:00 Uhr
AWO Kreisverband Wittenberg
Seminarraum
Marstallstraße 13
06886 Lutherstadt Wittenberg
Anmeldungen und Informationen unter 0345 478 8110 oder
info[at]sakg.de

Hintergrund
Eine der zentralen Fragen nach Diagnose, Therapie und abgeschlossener Rehabilitation ist für Betroffene die Frage nach der beruflichen Zukunft: „Wie geht es weiter? Kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurück? Was sag ich bloß meinem Arbeitgeber und den Kollegen, wenn ich nach meiner Erkrankung und Leistungsfähigkeit gefragt werde bzw. wann kann ich denn wiederkommen? Was kann ich tun, wenn mein Körper durch Nebenwirkungen zum Beispiel geschwächt ist? Welche Behörden sind für mich zuständig?“
Menschen, die an Krebs erkranken, erleben die Krankheit meist als einen tiefen Einschnitt in viele Bereiche ihres Lebens. Das Verhältnis in der Familie, gegenüber Freunden, Bekannten und ganz besonders zu Arbeitskollegen kann sich verändern. Nach überstandener Erkrankung erhält die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit besondere Bedeutung. Sie ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Ein speziell konzipiertes Beratungskonzept der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) soll die Betroffenen erreichen, die trotz ihrer Krebserkrankung den beruflichen Wiedereinstieg schaffen wollen.
Der Weg zurück an den Arbeitsplatz nach einer erfolgreichen Therapie bei onkologischen Erkrankungen ist steinig, konfliktreich und oft kompliziert. Betroffene beklagen einen diffusen Paragraphen- und Behördendschungel oder empfinden scheinbare Ungerechtigkeiten bei der Unterstützung durch Sozialversicherungsträger und in Unternehmen. Dadurch gelangen sie an ihre Leistungsgrenze.
Das Beratungsangebot „An die Arbeit – Beschäftigungsperspektiven nach Krebs“ ist darauf abgestimmt, Menschen in dieser Lebenssituation zu unterstützen. Vor der Rückkehr ins Berufsleben, nach einer Krebserkrankung, gibt es vieles zu überlegen und abzuwägen. Zunächst wird auf die Erfahrungen, Kompetenzen und Fähigkeiten der Betroffenen geschaut, aber auch auf Einschränkungen, um sie dann mit Ihren aktuellen Wünschen und Plänen zu verknüpfen.
Dazu wurden Seminare, Gruppen- und Einzelberatungen entwickelt: Zu Orientierung und Aufklärung bei allgemeinen Hilfeleistungen, zu Informationen bei Nebenwirkungen der Therapien, Hinweise und Umgangsmöglichkeiten zum Erschöpfungssyndrom Fatigue, Stressbewältigung, zur Mobilisierung von persönlichen Ressourcen, Orientierung und Aufklärung bei sozialrechtlichen Fragen, Expertensprechstunden zu Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht und Tipps zur beruflichen Gesprächsführung und ein Jobcoaching.

Im Beratungsangebot lernen die Teilnehmer sich der veränderten Lebenssituation anzupassen, erhalten erweiterte Informationen für ein Leben mit der Krebserkrankung und entwickeln Problemlösungsstrategien.
Das Konzept lebt von den Erfahrungen der Krebsbetroffenen im täglichen Erleben und kann sich nur so an der Realität orientieren.
„Es ist wichtig, die Betroffenen nach Diagnose und zahlreichen belastenden Therapien, möglichst aus einer Hand zu informieren und zu begleiten. Wir wollen ihnen zur Seite stehen“, so die Krebsgesellschaft.

Das Projekt wird unterstützt durch die Rentenversicherung Mitteldeutschland und der GlücksSpirale.

Es richtet sich an Krebsbetroffene aus dem Großraum Wittenberg, die den beruflichen Wiedereinstieg planen.
Für Beratungen und Erstgespräche können sich Krebsbetroffene bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale) unter 0345 4788110 oder info[at]sakg.de anmelden. Persönliche Beratungen werden individuell organisiert.

 

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