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21.02.2018 00:01 Alter: 91 days
Von: SH

Jahresprogramm 2018

21.02.2018:

Vortrag: „Polyneuropathie - eine Folge der Chemotherapie“

Info-Veranstaltung in Halle (Saale)



Am Mittwoch, den 21. Februar 2018, 16:00 Uhr, findet die Info-Veranstaltung „Polyneuropathie - eine Folge der Chemotherapie“, in der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) in Halle (Saale) statt. Krebsbetroffene und Interessierte können sich im Veranstaltungsraum, Paracelsusstraße 23, über diese unangenehme Nebenwirkung als Folge der Chemotherapie informieren.
Eine Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere Nerven geschädigt sind. Meistens beginnt sie mit unangenehmen Empfindungen, ein Kribbeln beispielsweise, aber auch Schmerzen in den Füßen und/oder Händen.
Von Jochen Picht, Leiter der Selbsthilfegruppe „Polyneuropathie Halle“, kann man erfahren, ob und wie dieser Nebenwirkung vorgebeugt werden kann bzw. welche Maßnahmen bei länger anhaltender Neuropathie ergriffen werden können.
Anmeldungen sind ab sofort unter 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de möglich.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Info-Veranstaltung „Polyneuropathie - eine Folge der Chemotherapie“
21. Februar 2018 (Mittwoch), 16:00 Uhr
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
(Gelände der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, Haus 3, 3. Etage)
Paracelsusstraße 23
Veranstaltungsraum
06114 Halle (Saale)
Anmeldungen bitte unter 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de

Hintergrund
Jeder reagiert anders auf eine Chemotherapie. Ob, wie und wann eine Polyneuropathie auftritt, kann niemand sicher vorhersagen. Sie kann während der laufenden Chemotherapie beginnen, oft etwa beim dritten Zyklus. Bestimmte Medikamente können akute Beschwerden auslösen. Sie können schon mit der ersten Infusion auftreten und klingen in der Regel innerhalb einer Woche wieder ab. Wenn die Chemotherapie trotz der Beschwerden unverändert fortgesetzt wird, ist eher damit zu rechnen, dass die Polyneuropathie von Zyklus zu Zyklus zunimmt.
Im günstigen Fall werden die Symptome nach dem Ende der Chemotherapie geringer und verschwinden komplett innerhalb der nächsten Monate.
Manchmal allerdings beginnen die Beschwerden erst nach dem Ende der Chemotherapie oder sie nehmen dann noch zu – sofort oder erst nach Wochen oder Monaten. Nicht immer kommt die Neuropathie von dem Wirkstoff, der zuletzt eingesetzt wurde. Eine Polyneuropathie kann aber auch über Jahre oder sogar für immer bestehen bleiben.

Was eine Polyneuropathie im Alltag und Beruf bedeuten kann
Schäden an den sensiblen Nervenfasern können den Alltag erheblich erschweren. Das Gehen kann unsicher werden, weil das richtige Gefühl für den Boden fehlt. Beim Auftreten können die Füße schmerzen. Das Gleichgewicht kann gestört sein, so dass es leichter zu Stürzen kommt.
Wenn die Füße brennen oder das Gewicht der Bettdecke nicht aushalten, gibt es keinen erholsamen Schlaf. Berührung, Druck oder Kontakt mit etwas Kaltem oder Heißem kann ungewohnt wehtun. Gleichzeitig können die Fingerkuppen unempfindlicher werden und „alles fühlt sich nur noch glatt an“. Es fällt schwer, kalt und warm oder spitz und stumpf zu unterscheiden. So können kleine Wunden oder Verbrennungen womöglich erst spät bemerkt und versorgt werden. Bei einer Polyneuropathie der Hände leidet oft die Geschicklichkeit.
Kleine Gegenstände wie Münzen oder Büroklammern aufheben oder festhalten – das gelingt nur mit Mühe oder gar nicht mehr. Ebenso das Zubinden von Schuhen, Zuknöpfen von Kleidung oder Zuziehen von Reißverschlüssen. Es wird zu einer Herausforderung, mit Messer und Gabel zu essen oder ein Glas zum Mund zu führen. Gegenstände können aus der Hand fallen.
Nicht so häufig werden motorische Nervenfasern angegriffen. Dann können sich Muskeln zurückbilden. Die Folge: Für bestimmte Bewegungen fehlt die Kraft. Außerdem können die betroffenen Muskeln häufiger zucken oder sich verkrampfen oder es treten unwillkürliche Bewegungen auf.

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