SunPass-Projekt

SunPass-Schild_SAKG, ESCF, WJH
SunPass-Schild_SAKG, ESCF, WJH
Bildergeschichte zum SunPass
Bildergeschichte zum SunPass
Sonnenschutzecke
Sonnenschutzecke
Logo der deutschen Landeskrebsgesellschaften mit Link zur Internetseite "Du bist kostbar", einer Krebspräventionsinitiative
Präventions-Kampagne_der Landeskrebsgesellschaften

Gesunder Sonnenspaß für Kinder

Was ist SunPass?

  • Eine Kampagne der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESFC) - In Sachsen-Anhalt umgesetzt durch die Krebsgesellschaft & lokalen Botschaftern

Hintergrund

  • ca. 300.000 Menschen erkranken jährlich neu an Hautkrebs in Deutschland
  • dabei gibt es verschiedenen Hautkrebsformen, von denen der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) bösartig ist - heilbar bei Früherkennung
  • Sonnenbrände in der Kindheit gelten aks Risikofaktor für das „maligne Melanom”, aber auch für den hellen Hautkrebs

Ziele

  • Sensibilisierung für das Thema Hautkrebs, vor allem in den Kita`s
  • Information und Aufklärung
  • Veränderung von Verhaltensweisen der Eltern, Großeltern und Kindern
  • Beitrag zum Rückgang der Hautkrebserkrankungen
  • Sorgsamer Umgang mit der Sonne
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen in Kita`s
  • Abschluss einer Sonnenschutzvereinbarung (Zertifizierung) ⇒ SunPass
  • Wirksamkeitsüberprüfung nach 24  Monaten (Rezertifizierung) ⇒ SunPass erneuert

Zertifizierte Einrichtungen


Rezertifizierte Einrichtungen


Hautkrebsvorsorge spielerisch im Kindesalter lernen

Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V. beteiligt sich am Sunpass-Projekt der Europäischen Hautkrebsstiftung.

Als einer der Hauptrisikofaktoren für den schwarzen Hautkrebs gilt zu viel Sonne im Kindesalter. Die Präventionskampagne „Sunpass – gesunder Sonnenspaß für Kinder“ der Europäischen Hautkrebsstiftung ESCF setzt deshalb bereits bei den Jüngsten an. In den Sonnenschutz-Kindergärten des Präventionsprojektes lernen sie spielerisch, sich wirksam vor der Sonne zu schützen. Laut ESCF wurden in Deutschland bislang insgesamt rund 70 Kitas mit dem Sunpass-Zertifikat ausgezeichnet: in Schleswig-Holstein, Hamburg und  Rheinland-Pfalz. Fünf weitere Landeskrebsgesellschaften, so die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V., werden im Laufe des Jahres 2013 dazu stoßen. Insgesamt sind 70 bis 80 weitere Kindergärten mit einem SunPass-Zertifikat der Landeskrebsgesellschaften geplant.

Wie wichtig das rechtzeitige Erlernen des richtigen Umgangs mit der Sonne ist, zeigt der Blick auf die Statistik: Laut einer Umfrage der ESCF hatte jedes fünfte Kind im Kindergartenalter bereits ein bis fünf Sonnenbrände. Eltern unterschätzen häufig die Gefahr von UV-Strahlen im Kindesalter. Weil die Hautentwicklung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist, reagieren kindliche Hautzellen wesentlich empfindlicher auf das schädigende UV-Licht der Sonne als Erwachsenenhaut. Die Spielplätze der Sonnenschutzkindergärten bieten deshalb Schutz vor zu viel Sonne; außerdem treffen die Kinder dort auf geschulte Erzieher und Erzieherinnen, die ihnen zeigen, wie sie sich mit Sonnencremes und der entsprechenden Kleidung schützen können. Auch die Aufklärung der Eltern spielt dabei eine wichtige Rolle. Regelmäßige Überprüfungen der Umsetzung dieser Anforderungen stellen die Qualität eines Sonnenschutzkindergartens auch zukünftig sicher.

„Krebsprävention ist ein wichtiges Anliegen der Landeskrebsgesellschaften und wir freuen uns deshalb sehr, wenn durch unsere gemeinsame Initiative mit der europäischen Hautkrebsstiftung die Zahl der Sonnenschutzkindergärten bundesweit deutlich ansteigen wird,“ erklärt Prof. Christian Jackisch aus Offenbach, Vertreter der Landeskrebsgesellschaften im Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft. Sein Vorstandskollege Prof. Andreas Hochhaus aus Jena ergänzt: „Eine nachhaltige Hautkrebsprävention gelingt jedoch nur dann, wenn sich auch die Erwachsenen der Gefahr bewusst sind, die von einer zu starken Sonnenexposition oder zu viel künstlicher UV-Strahlung ausgeht.“

Neben den Landeskrebsgesellschaften setzen sich in Deutschland noch weitere Organisationen für die Hautkrebsvorsorge ein, darunter die Deutsche Krebsgesellschaft als Dachorganisation der Landeskrebsgesellschaften (www.krebsgesellschaft.de), die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. (www.unserehaut.de) und die Deutsche Krebshilfe (www.krebshilfe.de). Materialien zur Hautkrebsvorsorge und zum Sunpass-Projekt können jederzeit bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. (www.sakg.de) angefordert werden.

Hautkrebs

Fast 18.000 Menschen erkrankten 2008 in Deutschland am schwarzen Hautkrebs.1 Als wichtigster äußerer Risikofaktor gilt eine zeitweilig stark erhöhte (intermittierende)  natürliche oder künstliche UV-Exposition durch Sonne oder Solarien, insbesondere in der Kindheit und Jugend. Die Empfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung hängt stark vom Hauttyp ab, hellhäutigere Menschen tragen ein höheres Risiko. Das maligne Melanom entsteht durch eine Entartung der pigmentbildenden Zellen der Haut, der so genannten Melanozyten.2

Sehr viel häufiger (aber meist weniger schwerwiegend im Verlauf) sind Hautkrebsarten wie der Basalzell- und Stachelzellkrebs, die sich aus anderen Hautzelltypen entwickeln. Beide Krebsarten treten bevorzugt an Körperregionen auf, die dem Licht ausgesetzt sind. Für ihre Entstehung ist die Summe der UV-Belastung aus natürlicher und künstlicher Strahlung entscheidend. Schätzungsweise 171.000 Menschen erkranken jährlich neu an diesen beiden Krebsarten.

Hautkrebs ist nahezu zu 100 Prozent heilbar, wenn er früh erkannt wird. Seit dem 1. Juli  2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening, das bei entsprechend qualifizierten Haus- und Hautärzten erfolgt.

Referenzen:
1) Zentrum für Registerdaten am Robert Koch Institut. Krebs in Deutschland 2007/2008, 8. Ausgabe, 2012
2) Gandini S et al. 2011. Prog Biophys Mol Biol 107:362-366.